Was ist ein Magen-Zwölffingerdarmgeschwür?
Das Magen-Zwölffingerdarmgeschwür ist eine der häufigsten Erkrankungen des Verdauungstraktes. Jeder zehnte Deutsche leidet im Laufe seines Lebens mindestens einmal daran. Wenn man bedenkt, wie es dazu kommt, ist dies auch nicht weiter verwunderlich:
Der Magen produziert Salzsäure, um die Nahrung zu verdauen. Die Salzsäure würde auch die Wand des Verdauungsorgans selbst angreifen, wenn sie nicht durch eine Schleimschicht davor geschützt wäre. Diese wird extra von speziellen Zellen der Magenschleimhaut produziert. Weist die schützende Schleimschicht Lücken auf, wird zu viel Salzsäure erzeugt oder tritt beides auf, beginnt sich der Magen selbst zu verdauen und es kommt zu Schleimhautschäden. Reichen solche Verletzungen bis durch die obere Muskelschicht (Muscularis mucosae) oder in noch tiefer gelegene Magenwandschichten, so spricht man von einem Geschwür (Ulkus).
Je nachdem, wo es sich befindet, wird es als Magen- (Ulcus ventriculi) oder Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) bezeichnet. Mediziner fassen diese beiden Krankheitsbilder gerne unter dem Begriff gastroduodenale Ulkuskrankheit zusammen.
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13.09.2005, aktualisiert am 14.06.2011
Bildnachweis: W&B/Privat, Mauritius Images GmbH/Phototake
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