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Malaria (Wechselfieber)

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Tropenkrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von Anopheles-Mücken übertragen. Mehr zu Symptomen, Diagnose und Therapie


Auf Safari in Afrika – manche Urlaubs-Regionen bergen ein erhöhtes Malaria-Risiko

Was ist Malaria?

Malaria ist eine Infektionskrankheit, die in den Tropen und Subtropen verbreitet ist. Malaria kommt in mehr als hundert Ländern vor, hauptsächlich in Afrika. Weltweit betroffen sind etwa 300 bis 500 Millionen Menschen. Viele Erkrankte sterben, darunter vor allem Kinder.

Welche Symptome treten auf?

Malaria verursacht meistens grippeähnliche Beschwerden wie Fieber (nur selten mit typischem Rhythmus, daher die alte Bezeichnung Wechselfieber), Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen. Genaueres erfahren Sie im Kapitel Symptome.

Wichtig: Haben Sie den Verdacht, es könne sich um Malaria handeln, dann suchen Sie sofort einen Arzt auf!

Weisen Sie ihn darauf hin, dass sie im Ausland waren. Eine Malaria kann sich auch noch Monate später zeigen – und trotz korrekter Vorbeugung mit Medikamenten auftreten.



Unser Experte: Dr. Hinrich Sudeck, Internist und Tropenmediziner

Es gibt drei wichtige Arten von Malaria:

1. Malaria tropica (Erreger: Plasmodium falciparum)

2. Malaria tertiana (Erreger: Plasmodium vivax und ovale)

3. Malaria quartana (Erreger: Plasmodium malariae)

Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum. Malaria tertiana kann aber besonders bei Älteren oder bei Menschen mit Vorerkrankungen auch schwer verlaufen oder zum Tode führen. Nur bei Malaria quartana sind auch noch nach vielen Jahren (bis zu 40 Jahre) Rückfälle möglich.

Wie sieht die Behandlung bei Malaria aus?

Malaria wird mit Medikamenten behandelt. Dabei stehen verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung, die je nach Malaria-Form und Resistenz der Plasmodien ausgewählt werden. Beispiele sind Mefloquin, Lumefantrin, Atovaquon, früher auch häufig Chloroquin und heutzutage Artemisia-Abkömmlinge. Die Medikamente sind teilweise auch zur Vorbeugung einsetzbar. Mehr dazu in den Kapiteln Therapie und Malariaprophylaxe.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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Mehr im Netz unter:

www.apotheken-umschau.de; 09.02.2012, aktualisiert am 10.02.2012
Bildnachweis: Bundeswehrkrankenhaus Hamburg, Shotshop/Ray

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